Wenn Eltern nicht mehr weiterwissen – was Hebammen jetzt wirklich brauchen.
Regulationsstörungen, Schlafprobleme und exzessives Schreien fachlich einordnen, Eltern souverän begleiten und Mythen aus den sozialen Medien sicher entkräften.
Wenn Babys viel weinen, schlecht schlafen oder sich nur schwer beruhigen lassen, stehen Eltern oft unter enormem Druck und Hebammen sind häufig die ersten Fachpersonen, die Orientierung geben. In dieser Fortbildung geht es darum, kindliches Verhalten in den ersten Lebensmonaten besser einzuordnen, Eltern sicher zu begleiten und zwischen normaler Entwicklung, Überforderung und möglichen Regulationsstörungen zu unterscheiden.
Die Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen rund um Babyschlaf, Fütterungsrhythmen, Bindung, Beruhigung und elterliche Sicherheit. Dabei steht nicht das „Funktionieren“ des Babys im Mittelpunkt, sondern das Verständnis für seine Signale, seine körperliche und emotionale Regulation sowie die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung. Hebammen erhalten konkrete Impulse, wie sie Eltern im Wochenbett und darüber hinaus fachlich fundiert, bindungsorientiert und alltagsnah unterstützen können.
Für wen diese Fortbildung gemacht ist
- Hebammen, die im Wochenbett mehr Sicherheit bei Schreien, Schlaf und Beruhigung wollen
- Kolleginnen, die merken, dass Eltern heute andere Fragen stellen als noch vor fünf Jahren
- Wer Eltern beraten will, ohne in das „bindungsorientierte“ oder „schlaftrainierte“ Lager zu fallen
- Wer Social-Media-Mythen souverän entkräften möchte – ohne Eltern bloßzustellen
Inhalte
Klar einordnen: Was ist normal – was ist behandlungsbedürftig?
- Schreien im normalen Spektrum vs. exzessives Schreien
- Abgrenzung zur Regulationsstörung
- Belastung der Familie realistisch einschätzen
- Diagnostischer Kompass für die Wochenbettpraxis
Babyschlaf wirklich verstehen
- Schlafentwicklung in den ersten Lebenswochen
- Nächtliches Erwachen ist Normalität?
- Zusammenspiel von Fütterungsrhythmus und Schlaf-Wach-Regulation
- Sprache für Eltern: physiologisch fundiert erklären
Beruhigung, Schlafhilfen
- Federwiege, Schnuller, Tragen, Brust als Einschlafhilfe
- Wann wird aus Beruhigung Konditionierung?
- Wann übersteuern schlafinduzierende Faktoren den natürlichen Schlafbedarf?
- Eltern weder verunsichern noch in eine Sackgasse beraten
Die häufigsten Mythen aus Social Media
- „Wenn Social Media exzessives Schreien als ‚Regulation‘ verharmlost“
- „Gebärmutterheimweh“, sonst nix?
- „Strukturierte Routinen sind Schlaftraining“
- Schreien schadet der Bindung“
Wenn Eltern selbst an der Grenze sind
- Warnsignale für postpartalen Stress und Traumafolgen
- Wochenbett-Erschöpfung vs. behandlungsbedürftige Belastung
- Sicher erkennen, sicher weiterverweisen
Wertschätzend und klar kommunizieren – auch bei Widerspruch
- Eltern mit Instagram und tiktok aus Sicht der Hebamme mit Wissen souverän abholen
- Ressourcenorientiert beraten, ohne sich auf jede Mythe einzulassen
- Beispielformulierungen für den Wochenbettalltag
Methoden
Das Skript steht euch einen Tag vor Fortbildungsbeginn im Pretix-Buchungssystem zur Verfügung. Scrollt in einer unserer E-Mails nach unten und klickt auf „Bestellung anzeigen“ – ihr gelangt ohne Registrierung in eure Buchung. Dort findet ihr nach der Fortbildung auch die Teilnahmebescheinigung zum Download, sie wird nicht per E-Mail versendet.