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Hebamme · Familienhebamme · Diplom-Pflegewirtin (FH) · Referentin · Autorin

Christiane Borchard

Puerperalsepsis im häuslichen Wochenbett: Früh erkennen – sicher handeln – interprofessionell zusammenarbeiten

Fortbildungsstunden: 4 FB

Mittwoch, 27.01.2027 | 09:00 -12:30 Uhr

Online-Vortrag über Zoom

Kindbettfieber klingt harmlos, dahinter verbirgt sich jedoch eine Sepsis, die schwerste Form einer Infektion im Wochenbett.

Das Eindringen der Erreger in den mütterlichen Blutkreislauf löst eine massive Aktivierung aller körpereigenen Abwehrsysteme aus. Dadurch werden jedoch nicht nur die Erreger, sondern auch Organe wie z. B. Lunge, Herz und Niere geschädigt. Es kommt zum septischen Schock und zum Multiorganversagen.

Eine unbehandelte Sepsis führt stets zum Tod und stellt immer einen akuten Notfall dar. Rund 75 % der Menschen, die eine Sepsis überleben, erleiden Spätfolgen.

Infektionen im Wochenbett können sich innerhalb kurzer Zeit zu einer lebensbedrohlichen Sepsis entwickeln. Gerade in der aufsuchenden Wochenbettbetreuung kommt Hebammen eine wichtige Rolle bei der sicheren Bewertung früher Warnzeichen zu.

Anhand von Fallbeispielen aus dem häuslichen Wochenbett werden klinische Warnzeichen, relevante Befunde und mögliche Infektionsquellen besprochen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt: Wann ist eine Veränderung noch im Rahmen des normalen Wochenbettverlaufs – und wann besteht dringender Handlungsbedarf?

Inhalte der Fortbildung:

• Puerperalsepsis: Definition, Ursachen und mögliche Infektionsquellen
• Frühe Warnzeichen und Red Flags in der häuslichen Betreuung
• Systematische Einschätzung des Allgemeinzustands und der Vitalparameter
• Beobachten, ärztliche Abklärung oder sofortige Klinikeinweisung?
• Kommunikation und Übergabe an Rettungsdienst, Ärztinnen/Ärzte und Klinik

Ziele der Fortbildung:

Praxisnahes Wissen, konkrete Orientierung für die klinische Einschätzung und mehr Sicherheit für Situationen, in denen schnelles, systematisches und strukturiertes Handeln gefragt ist.

Methodik:

Die Fortbildung verbindet kurze theoretische Impulse mit Fallbeispielen aus dem häuslichen Wochenbett. Im Mittelpunkt stehen die klinische Einschätzung, Entscheidungsfindung und Handlungssicherheit im konkreten Betreuungsalltag.

Über die Referentin

Christiane Borchard blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Hebammenarbeit, der Familienhebammenarbeit, der Fort- und Weiterbildung sowie der Hebammenwissenschaft zurück. Heute leitet Sie die Koordinierungsstelle Hebammenwissenschaft am Universitätsklinikum Münster.

Als erfahrene Referentin verbindet sie fundiertes Fachwissen mit umfangreicher Berufserfahrung. Dabei ist es ihr wichtig, aktuelle Evidenz verständlich und praxisnah zu vermitteln und den Transfer in den Berufsalltag zu unterstützen.

Als Autorin und Herausgeberin beschäftigt sie sich mit zentralen Themen der Hebammenarbeit im Wochenbett. Gemeinsam mit Ulrike Harder hat sie das Fachbuch „Wochenbettbetreuung“ herausgegeben.

Ihre Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich Notfall- und in der Risikomanagement in der fachlichen Fort- und Weiterbildung.

Ihr Anliegen: Evidenz und Praxis miteinander zu verbinden, Austausch zu fördern und Hebammen in ihrer professionellen Arbeit zu stärken.

Methoden

Das Skript steht euch einen Tag vor Fortbildungsbeginn im Pretix-Buchungssystem zur Verfügung. Scrollt in einer unserer E-Mails nach unten und klickt auf „Bestellung anzeigen“ – ihr gelangt ohne Registrierung in eure Buchung. Dort findet ihr nach der Fortbildung auch die Teilnahmebescheinigung zum Download, sie wird nicht per E-Mail versendet.

Gruppengröße

25

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