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Hebamme B.Sc.

Elena Bercx

GAP: Fetales Wachstum im Blick – standardisierte Wachstumskontrolle in der Schwangerschaftsvorsorge

Fortbildungsstunden: 5 FB

Mittwoch, 25.11.2026 | 09:00 -13:00 Uhr

Online-Vortrag über Zoom

GAP: Fetales Wachstum sicherer einschätzen in der Hebammenvorsorge

Die Beurteilung des fetalen Wachstums ist ein wichtiger Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge. Gleichzeitig wird sie im Betreuungsalltag häufig sehr unterschiedlich durchgeführt und eingeordnet. Wie können wir Wachstumskontrollen so gestalten, dass sie möglichst standardisiert, nachvollziehbar und evidenzbasiert sind?

In dieser vierstündigen Online-Fortbildung geht es darum, die Beurteilung des fetalen Wachstums in der Schwangerschaftsvorsorge systematisch zu betrachten und evidenzbasierte Vorgehensweisen in die eigene Praxis zu integrieren.

Im Mittelpunkt steht die standardisierte Messung des Fundus-Symphysen-Abstands. Wir beschäftigen uns damit, warum eine einheitliche Messmethode entscheidend ist, welche Faktoren die Messung beeinflussen können und wie sich Messwerte sinnvoll über den Schwangerschaftsverlauf hinweg beurteilen lassen.

Darüber hinaus schauen wir auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Wachstumskontrolle und darauf, wie aus einzelnen Messwerten eine aussagekräftige Verlaufsbeobachtung entstehen kann. Dabei werden auch die Möglichkeiten und Grenzen der Methode sowie die Frage thematisiert, wann weiterführende Diagnostik sinnvoll und notwendig ist.

Inhalte der Fortbildung:

• Grundlagen der fetalen Wachstumskontrolle und aktuelle Evidenz
• Bedeutung einer standardisierten Fundus-Symphysen-Abstand-Messung
• praktische Durchführung der Messung und häufige Fehlerquellen
• Dokumentation und Beurteilung von Messwerten im Schwangerschaftsverlauf
• Wachstumskurven und die Bedeutung individueller Verläufe
• Erkennen von Auffälligkeiten und Einordnung von Abweichungen
• Möglichkeiten und Grenzen der klinischen Wachstumskontrolle
• Ableitung des weiteren Vorgehens und Indikationen für weiterführende Diagnostik
• Übertragung evidenzbasierter Standards in die eigene Vorsorgepraxis

Anhand von praktischen Beispielen werden unterschiedliche Messverläufe gemeinsam betrachtet und eingeordnet. Dabei bleibt ausreichend Raum für Fragen, Austausch und die Übertragung auf die eigene Betreuungspraxis.

Ziel der Fortbildung ist es, Hebammen mehr Sicherheit bei der Beurteilung des fetalen Wachstums zu geben und sie dabei zu unterstützen, eine standardisierte und evidenzbasierte Wachstumskontrolle als festen Bestandteil in ihre Schwangerschaftsvorsorge zu integrieren.

Die Fortbildung ist für Hebammen geeignet, die ihre bisherige Vorgehensweise reflektieren, ihre Messpraxis standardisieren und evidenzbasierte Ansätze stärker in ihren Arbeitsalltag integrieren möchten.

Über die Referentin

Elena Bercx ist Hebamme, Bachelor of Science in Midwifery und seit 2014 freiberuflich in der ambulanten Hebammenhilfe tätig.

In ihrer täglichen Arbeit begleitet sie Frauen und Familien rund um Schwangerschaft und Wochenbett und bietet das gesamte Spektrum der ambulanten Hebammenhilfe mit Ausnahme der Geburtshilfe an. Dabei sind ihr eine evidenzbasierte, individuelle und zugleich praxisnahe Betreuung besonders wichtig.

Seit 2012 engagiert sie sich im Deutschen Hebammenverband und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi) sowie des Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF).

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt inzwischen auf der evidenzbasierten Beurteilung des fetalen Wachstums. Als Ansprechpartnerin für das Growth Assessment Protocol (GAP) des Perinatal Institute im deutschsprachigen Raum begleitet sie Hebammen bei der Auseinandersetzung mit dem Programm und seiner praktischen Umsetzung in der Schwangerschaftsvorsorge. Dabei verbindet sie die wissenschaftlichen Grundlagen von GAP mit ihren eigenen Erfahrungen aus der ambulanten Hebammenarbeit.

Ihr ist es wichtig, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern gemeinsam mit Kolleginnen auf die konkrete Praxis zu übertragen. In ihren Fortbildungen möchte sie Sicherheit im fachlichen Handeln schaffen, Raum für Fragen und Austausch geben und dazu ermutigen, vertraute Vorgehensweisen kritisch zu hinterfragen und evidenzbasiert weiterzuentwickeln.

Elena Bercx kommt aus Ostfriesland und lebt dort mit ihren zwei Kindern. Die Verbindung von Familie, freiberuflicher Hebammenarbeit, berufspolitischem Engagement und wissenschaftlicher Weiterentwicklung prägt ihren beruflichen Weg.

Gruppengröße

25

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