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Psychologin, Dozentin, Autorin

Prof. Dr. Anke Lengning

Bindung in der Wochenbettbetreuung - Eltern verstehen, sicher beraten, Beziehung stärken

Fortbildungsstunden: 8 FB

Die Teilnahme an der Fortbildung wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Montag, 16. November 2026 | 09:00–13:00 Uhr

Dienstag, 17. November 2026 | 09:00–13:00 Uhr

Online-Vortrag über Zoom

Was braucht ein Baby für eine sichere Bindung? Was können Eltern tun, wenn ihr Baby viel weint oder nur schwer zur Ruhe findet? Und was bedeutet Feinfühligkeit ganz konkret – beim Füttern, Beruhigen oder Einschlafen?

Kaum ein Thema beschäftigt junge Eltern heute so sehr wie die Frage, was ihr Baby für eine gesunde emotionale Entwicklung braucht. Gleichzeitig begegnen ihnen unzählige, oft widersprüchliche Empfehlungen – insbesondere in sozialen Medien.

Hebammen sind in dieser frühen Zeit wichtige Ansprechpartnerinnen. Sie erleben Eltern und Baby im Alltag und werden mit Fragen konfrontiert wie:

  • „Schadet es der Bindung, wenn mein Baby weint?“
  • „Muss ich immer sofort reagieren?“
  • „Warum kann ich mein Baby manchmal nicht beruhigen?“
  • „Kann ich mein Baby verwöhnen?“
  • „Was mache ich, wenn mein Baby nur mit Körperkontakt einschläft?“

In dieser Fortbildung bekommst du das Wissen, um solche Fragen wissenschaftlich fundiert einzuordnen und Eltern verständlich, sicher und alltagsnah zu beraten.

 

Wissenschaftlich fundiert und praxisnah

Die Fortbildung wird geleitet von Prof. Dr. Anke Lengning, Professorin für Entwicklungs- und Gesundheitspsychologie und Autorin des Fachbuchs Bindung (3. Auflage, gemeinsam mit Carsten Wiemers). Sie verbindet aktuelle Erkenntnisse der Bindungsforschung mit konkreten Situationen aus dem Hebammenalltag. Fallbeispiele, typische Elternfragen und eigene Fälle der Teilnehmerinnen sorgen dafür, dass aus Bindungstheorie anwendbares Wissen für die tägliche Praxis wird.

Inhalte der Fortbildung

1.Bindung verstehen und sicher einordnen

  • Wie sichere Bindung entsteht und warum sie für die kindliche Entwicklung bedeutsam ist
  • Sichere und unsichere Bindungsmuster verstehen
  • Was Babys brauchen, um Vertrauen und emotionale Sicherheit entwickeln zu können
  • Welches elterliche Verhalten eine sichere Bindungsentwicklung unterstützt
  • Was Eltern beeinflussen können – und was nicht
  • Feinfühligkeit im Alltag
  • Was bedeutet es eigentlich konkret, feinfühlig auf ein Baby zu reagieren?

 

Du lernst,

  • Signale und Bedürfnisse von Babys besser zu erkennen und einzuordnen
  • Eltern zu vermitteln, wie sie angemessen auf diese Signale reagieren können
  • Feinfühligkeit in Alltagssituationen wie Füttern, Beruhigen und Einschlafen verständlich zu machen, Eltern zu entlasten, wenn sie die Bedürfnisse ihres Babys einmal nicht sofort erkennen.

2. Wenn Babys viel weinen oder schwer zur Ruhe finden

Ein Baby, das häufig weint oder sich nur schwer beruhigen lässt, kann Eltern stark verunsichern. Schnell entsteht die Sorge, etwas falsch zu machen oder sogar die Bindung zu gefährden.

Du erfährst, wie du solche Situationen aus bindungspsychologischer Sicht einordnest, was Eltern in belastenden Momenten konkret tun können und wie du ihnen Sicherheit vermittelst, ohne ihre Sorgen kleinzureden.

3. Bindungswissen statt Bindungsmythen

„Feinfühlige Eltern wissen intuitiv, was ihr Baby braucht.“

„Wenn ich mein Baby nicht sofort beruhigen kann, stimmt etwas mit unserer Bindung nicht.“

Rund um Bindung und bindungsorientierte Elternschaft kursieren viele vereinfachte Aussagen. Wir schauen darauf, was die Bindungsforschung tatsächlich sagt und wie du Eltern Orientierung geben kannst, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen.

Was du aus der Fortbildung mitnimmst

  • Nach der Fortbildung kannst du Eltern nicht nur erklären, dass sichere Bindung wichtig ist, sondern auch, wie sie im Alltag entsteht und unterstützt werden kann.
  • Du gewinnst Sicherheit darin, bindungsrelevante Signale von Babys zu erkennen und einzuordnen, Eltern konkretes feinfühliges Verhalten zu vermitteln,
  • Fragen rund um Weinen, Beruhigen, Füttern und Einschlafen fachlich einzuordnen,
  • Eltern bei Unsicherheit zu stärken und zu entlasten, Bindungsmythen wissenschaftlich fundiert aufzugreifen und zu erkennen, wann weiterführende Unterstützung sinnvoll ist

 

Sichere Bindung braucht keine perfekten Eltern: Eltern müssen nicht jedes Signal ihres Babys sofort verstehen und nicht jede schwierige Situation verhindern. Entscheidend ist, dass sie lernen, ihr Kind wahrzunehmen, seine Signale zunehmend zu verstehen und immer wieder in einen guten Kontakt mit ihm zu finden.

Über die Referentin

Dr. Anke Lengning ist Psychologin, Professorin für Entwicklungs- und Gesundheitspsychologie sowie Autorin des Buches „Bindung „(3. Auflage; gemeinsam mit Carsten Wiemers).

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Bindungs-, Emotions- und Sprachentwicklung, motivationale und kognitive Entwicklungsprozesse sowie die Förderung mentaler Gesundheit. Seit 2025 ist sie als selbstständige Psychologin tätig und begleitet Familien mit wissenschaftlich fundiertem Wissen rund um die gesunde Entwicklung von Kindern und die Bedeutung sicherer Bindung.

 

 

 

Methoden

Das Skript steht euch einen Tag vor Fortbildungsbeginn im Pretix-Buchungssystem zur Verfügung. Scrollt in einer unserer E-Mails nach unten und klickt auf „Bestellung anzeigen“ – ihr gelangt ohne Registrierung in eure Buchung. Dort findet ihr nach der Fortbildung auch die Teilnahmebescheinigung zum Download, sie wird nicht per E-Mail versendet.

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