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Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. Sven Hildebrandt

Der eklamptische Formenkreis

Fortbildungsstunden: 4 FB

Für die Fortbildung werden 4 Fortbildungsstunden im Bereich Notfallmanagement anerkannt, gemäß HebBo Berlin.

Mittwoch, 13. Mai 2026 | 09:00–12:00 Uhr

Online-Vortrag über Zoom

Neue Sichtweisen zu Prävention, Diagnostik und Therapie einer großen Krankheitsfamilie

Eklampsie gehört zu den seltenen, aber hochdramatischen Komplikationen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie tritt oft unerwartet auf. Nicht selten ohne klassische Warnzeichen.

Gerade deshalb kommt Hebammen im Berufsalltag eine Schlüsselrolle zu.
Früherkennung, Einordnung und richtiges Handeln entscheiden über den Verlauf.

Warum Eklampsie für Hebammen so relevant ist

  • Eklamptische Erkrankungen betreffen etwa jede 7. Schwangere in milder oder schwerer Form.

  • Rund 10 % der mütterlichen Todesfälle stehen im Zusammenhang mit diesem Krankheitskomplex.

  • Bis zu 90 % der schweren Verläufe gelten als potenziell vermeidbar, bei rechtzeitigem Erkennen und Handeln.

Das Problem:
Eklampsie folgt keinem linearen Stufenmodell. Sie kann auftreten ohne schwere Hypertonie, ohne Proteinurie und teils ohne Vorboten.

Der Mehrwert dieser Fortbildung für euren Arbeitsalltag

Diese Fortbildung geht über Leitlinienwissen hinaus, sie schärft den klinischen Blick.

Ihr gewinnt:

  • mehr Sicherheit in der Einschätzung komplexer Situationen

  • ein tieferes Verständnis für atypische Verläufe

  • Klarheit, wann Beobachten reicht und wann sofortiges Handeln nötig ist

  • mehr fachliche Souveränität in der interprofessionellen Zusammenarbeit

Inhalte der Fortbildung

  • Der eklamptische Formenkreis: neues Denkmodell

  • Pathogenese von Präeklampsie, Eklampsie und HELLP

  • Warum Proteinurie kein Schweregradmarker mehr ist

  • Zentrale, periphere, renale, hepatische und kardiale Manifestationen

  • Früherkennung durch klinische Beobachtung

  • Bedeutung von Blutdruckmessung und deren Fallstricke

  • Rolle moderner Marker (sFlt-1/PlGF) im klinischen Kontext

  • Praktische Konsequenzen für Vorsorge, Geburt und Wochenbett

  • Abgrenzung zu Differenzialdiagnosen wie Epilepsie

  • Hebammenhandeln im Akutfall: Orientierung und Grenzen

Über den Referenten

Sven Hildebrandt, Prof. Dr. med., ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Er arbeitet im Geburtshaus sowie in einer Frauenarzt- und Hebammenpraxis in Bühlau.

An der Hochschule Fulda ist er Professor für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Zusätzlich lehrt er im Masterstudiengang Hebammenwissenschaft an der FH Gesundheit Tirol in Innsbruck.

Viele Jahre war er Past-Präsident der Internationalen Gesellschaft für prä- und perinatale Psychologie und Medizin. Aktuell ist er Präsident der Dresdner Akademie für individuelle Geburtsbegleitung.

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